Erdbebenhilfe Abruzzen

DOKUMENTATION:
Abruzzen, ein Jahr nach dem Beben. Unser Hilfsprojekt für die Erdbebengeschädigten in den Abruzzen war sehr effektiv. Dank Ihrer Spenden konnten wir im Mai 2010 die Summe von 26.529,76 Euro nach Fossa bei L’Aquila überweisen.
Erde und Wind und der Paritätische Wohlfahrtsverband übergaben die Spenden zur Erdbeben-Aufbauhilfe des Kultur- und Gemeindezentrums "Teatro della Fragolina" in Fossa.

 

Übergabe des Spendenschecks am 22. Mai 2010: Im Park des Hotels "Albergo Majella e delle Terme" in Caramanico Terme übergaben Herbert Grabe und Karin Grabe von Erde und Wind einen Spendenscheck in Höhe von 26.529,75 Euro an Luigi Calvisi (3. v. r.) von der Vereinigung ONLUS aus Fossa. Mit dabei waren der Bürgermeister von Caramanico, Roberto Mazzocca (links) und der Kommandant der Carabinieri-Station von Caramanico, Elio Errico (2. v. r.)

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Berichte zum Herunterladen (Überschrift bitte anklicken)

Dank der Wanderer rettet Theater in den Abruzzen
Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung vom 01.07.2010

Dai tedeschi un aiuto per Fossa
Artikel in der Zeitung Il Centro, Pescara, 27.05.2010

Artischocken und Ruinen
Bericht über die Stadt L'Aquila und das Dorf Fossa nach dem Erdbeben
in: Lichtung, Magazin für Ostbayern, 1/2010

Kein Geld für Restaurierung
Interview in Sonntag Aktuell, 12. April 2009

Das Beben hält an
Betrachtungen des Erdbebens in den Abruzzen und seiner Folgen aus der Sicht eines Reiseveranstalters
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DOKUMENTATION: Spendenkonto Erdbebenhilfe Abruzzen
Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben gedachten die Bewohner in den Abruzzen der Opfer der Naturkatastrophe und auch in den Deutschland wurde vielfältig berichtet. 70.000 Menschen waren monatelang obdachlos. Viele sind noch heute in Notunterkünften, Pensionen und Militärkasernen untergebracht. Teile der Region sind unbewohnt, historische Bauten liegen in Trümmern. In den mehr als 40 betroffenen Gemeinden der Erdbebenzone wurden provisorische Holzhäuser für 5000 Menschen gebaut. 20000 Häuser gelten amtlich als unbewohnbar. Zwar könnten andere 37.000 Gebäude sofort wieder bezogen werden, weitere 11.000 nach Reparaturen, aber das ist leider nur Theorie. Die als „bewohnbar“ geltenden Häuser haben häufig weder Gas, noch Strom. Jetzt fehle das Geld sogar für die nötigen Stabilisierungen in der Altstadt von L'Aquila. Mit der Konsequenz, dass die Menschen dort vorerst nicht leben könnten. Und das mitten in Europa.

Da ist Bürgerinitiative angesagt: die Associazione Culturale "LA CICIUVETTA ONLUS" hat die bauliche und anlagentechnische Renovierung des "Teatro della Fragolina" in Fossa in die Hände genommen. Das "Teatro della Fragolina" führt jährlich Film- und Musikfestivals durch, die ein Publikumsmagnet von Tausende von Besuchern für das beschauliche Städtchen sind – und wird dabei mit 26.530,-- € unterstützt. Denn direkt nach dem Erdbeben in den Abruzzen am 6. April 2009 starteten Erde und Wind und der Paritätische Wohlfahrtsverband eine Spendenaktion für die Erdbebenopfer in den Abruzzen.

Wir haben uns die Auswahl der Begünstigten nicht leicht gemacht, haben sorgfältig recherchiert und geprüft. Die Übergabe des Geldes sollte ja nicht nur unseren eigenen Vorgaben entsprechen: Wir versprachen, keine Stellen der öffentlichen Administration, sondern kleine private Projekte, die dafür sorgen, dass wieder Leben in die zerstörten Gemeinwesen kommt, zu unterstützen. Es musste auch der Satzung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes mit seinem gemeinnützigen Auftrag und gesetzlichen Grundlagen des deutschen Steuerrechts Genüge getan werden.

Mit der Unterstützung des Theaters “La Fragolina” über den Trägerverein Associazione Culturale "La Ciciuvetta Onlus" in Fossa ist uns das gelungen. Dieses Kultur- und Gemeindezentrum mit Bibliothek wurde in den 80er Jahren für Theateraufführungen, Bürgerversammlungen sowie für die Durchführung eines jährlichen Musikfestivals für Kinder und Jugendliche erbaut. Es hat sich zu einer hochrangigen kulturellen Einrichtung entwickelt und Musiker aus der ganzen Welt angezogen. Die dringend notwendigen Renovierungsarbeiten und Umbauarbeiten des Kulturzentrums wurden im April 2009 durch das Erdbeben unterbrochen und wegen fehlender öffentlicher Finanzierungsmittel seither nicht mehr fortgesetzt. Sie können jetzt durch die Spendengelder wieder aufgenommen werden. Eines steht außer Frage: Hilfe wird noch lange Zeit benötigt, damit die Menschen wieder in die Gemeinden zurückkehren.

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DOKUMENTATION: Gemeinsame Erklärung und Spendenaufruf vom April 2009
Nach dem schweren Erdbeben in den Abruzzen mit vielen Toten und Verletzten haben Zehntausende Menschen ihr Obdach, Hab und Gut verloren. Auch wenn der Staat Hilfe für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen wird, tun sich erfahrungsgemäß vor allem kleinere, private Initiativen schwer, ihre Projekte wieder zum Laufen zu bringen. Hier kann Ihre Spende helfen. Der Paritätische in Bayern sammelt gemeinsam mit einem auf die Abruzzen spezialisierten Reiseunternehmer aus der Oberpfalz Geld für den Wiederaufbau. Die Spenden sollen in kleine private soziokulturelle Projekte fließen, die keine öffentliche Förderung erhalten. Damit soll schnelle, direkte und unbürokratische Aufbauhilfe geleistet werden. Das Reiseunternehmen Erde und Wind verfügt durch seine langjährigen Beziehungen zu der Region über zahlreiche intensive Kontakte zu Einrichtungen im sozialen und kulturellen Bereich. Dadurch ist gewährleistet, dass die Gelder dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden, um dem sozialen und kulturellen Leben in der Region wieder auf die Beine zu helfen.

DOKUMENTATION: Weitere Informationen zur Spendenaktion
Erde und Wind und der Paritätische Wohlfahrtsverband haben deshalb ein Spendenkonto eingerichtet. Als Berater für die Verwendung der Gelder in den Abruzzen stehen Herbert Grabe als Reiseveranstalter (Donaustauf) und mit den Abruzzen seit über zwei Jahrzehnten verbunden, sowie Helmut Drösler (Otterfing), Textilingenieur mit langen Berufsjahren in Italien, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband hilfreich zur Seite. Beim Paritätischen Wohlfahrtsverband betreuen Hans-Dieter Penke-Zierhut und Gertrud Wimmer das Spendenprojekt. Die vier Beteiligten verbürgen sich dafür, das eingehende Spenden ohne Umwege direkt in den Abruzzen eingesetzt werden. Sie werden die Verwendung der Gelder überwachen.

Die Spendenaktion ist 2010 abgeschlossen worden.